Rotes Zelt im Winter auf Skitour, Wintercamping
Julia

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Wintercamping: Ausrüstung für die Kälte – meine Packliste

Eine Nacht im Schnee, im Zelt, hoch oben in den Bergen: Für die einen der Inbegriff von Ruhe und Frieden, für die anderen kalte Füsse und Frieren. Und tatsächlich ist es ein bisschen von beidem. Wer sich trotzdem an das Abenteuer wagen möchte und sich fragt, was er wohl einpacken soll, dem helfen vielleicht diese Infos zu Equipment weiter. Alle erwähnten Produkte sind ganz unten im Blog übersichtlich aufgelistet und verlinkt. Wer zu ungeduldig zum Lesen ist und lieber alle Grammfakten und Produktnamen vor Augen haben möchte, der findet hier die ganze Packliste als Excel-Sheet zum Download: 

Disclaimer: Die im Folgenden genannten Produkte wurden selbst gekauft und es besteht keine Verbindung zwischen den Brands und mir.

Die wichtigsten Basics: Schlafsack und Isomatte

Was natürlich nicht fehlen darf – Schlafsack ( oder -säcke) und Isomatte. Bei der Isomatte hält mich die Exped Synmat HL MW warm, die bis -18 °C gerated ist. Sonst bin ich eher Fan von Kurzmatten bis 1.20m – aber im Winter bevorzuge ich die längere und vor allem breitere Variante (daher MW im Namen, medium = die Länge und wide = die Breite).

Aufgeblasen wird sie nicht per Mund, damit keine Feuchtigkeit in die Matte gelangt, sondern mit dem „Schnozzelbag“, der sich leicht mit Luft füllen lässt, die dann in die Matte gedrückt wird. Da ich jedes Gramm auf dem Rücken hochtrage ist für mich noch ein schöner Nebeneffekt, dass der gelbe Aufblassack gleichzeitig auch als Drybag funktioniert. Multifunktionalität, I love it! 

Beim Schlafsack bin ich begeisterte Nutzerin der Enlightened Equipment Produkte. Im Sommer als Quilt nur mit Knöpfen, im Winter mit Reissverschluss halten sie mich in allen Situationen warm. Was an ihnen besonders ist – sie können in Breite, Grösse, Farbe, Material etc. komplett customized werden. 

Ich habe für den Winter den Conondrum Schlafsack gewählt in kurzer Länge und regulärer Weite mit folgenden Optionen: Filling 950, Temperatur -23 Grad (wobei dies eher als Extremtemperatur zu verstehen ist und nicht mit den europäischen Normen übereinstimmt). Ist eine wirklich kalte Nacht zu erwarten kombiniere ich ihn mit einem Revelation Quilt bis 10 Grad – beide zusammen kommen auf ein Gewicht von gerade einmal 1,18kg – wer redet da noch von frieren?! 

Zelt oder Bivy?

Zuletzt bleibt dann noch die Frage: Bivybag oder Zelt? Ich habe mich bisher im Winter immer für das Zelt entschieden, da ich so auch bei Wetterumschwüngen einen Schutz um mich herum habe und mein Equipment halbwegs trocken lagern kann. Auch Kochen lässt es sich unabhängig von Wind und Wetter besser und am besten direkt aus dem Schlafsack. Je nachdem mit wem ich unterwegs bin und was das Ziel ist gibt es zwei Varianten. Entweder ich entscheide mich für das Ein-Personen 4-Saison-Zelt Vela Extreme von Exped oder die Zwei-Personen Variante in schönstem Rot von Hilleberg – das Allak 2. Wichtig dabei ist mir vor allem die Ventilation im Dach, durch die die warme Luft entweichen kann. Klingt kontraproduktiv, aber so bildet sich innen weniger Feuchtigkeit. Die herabgezogenen Seitenwände verhindern, das von unten unangenehm kalte Luft reinbläst – ein gutes Learning von meinen Ausflügen mit meinem Sommerzelt.

Weitere Tipps gegen die Kälte

Wer trotzdem noch Angst hat zu frieren, dem empfehle ich nun auch noch den letzten Abschnitt zu lesen – meine ultimativen Tipps, um mit der Kälte besser klarzukommen:

  • Vor dem Schlafen nochmal rausgehen und auf der Stelle hüpfen, rumrennen… Hauptsache mit warmen Körper in den Schlafsack 🙂
  • Die Wasserflasche mit heissem Wasser füllen und in den Schlafsack stecken – gibt garantiert richtig warm (fest zudrehen!)
  • Essen! Am besten warm und Tee trinken, wer hungrig ist friert schneller.
  • (Ski-)schuhe mit in den Schlafsack nehmen, ebenso Kleidung – vor allem wenn sie feucht war, sonst friert sie über Nacht. Am besten eine extra Tüte für die Schuhe mitnehmen.
  • Daunensocken sind mein absoluter Favorit, um warme Füsse zu haben – z.B. die Sidekicks von Enlightened Equipment.
  • Wer immernoch kalt halt, dem sei eine Wärmehose empfohlen – auch hier habe ich meine von Enlightened Equipment. Sieht komisch aus, ist aber super klein komprimierbar und leicht, blockt Wind und isoliert hervorragend.
  • Und wer zwar nun abends warm hat, aber morgens im Schlafsack aufwacht und friert, dem empfehle ich folgendes: Die Beine so nah wie möglich an den Körper zu ziehen und alle Muskeln im Körper anzuspannen. Das für ein paar Sekunden halten, lösen, wiederholen – bis die Wärme zurückkehrt.

Produktempfehlungen

Wie anfangs erwähnt habe ich keinerlei Kooperationen mit den genannten Marken, sondern empfehle einfach, was ich persönlich für meinen Geschmack und Einsatz als gut befunden habe. Hier nun die Liste der erwähnten Produkte:

  • Isomatte Exped Synmat HL MW: Link 

  • Enlightened Equipment Winterschlafsack Conundrum (customized): Link

  • Enlightened Equipment Quilt 3-seasons Revelation (customized): Link

  • Exped 1-Personen-Zelt 4 seasons Vela Extreme: Link

  • Hilleberg Zwei-Personen-Zelt Allak 2: Link

  • Enlightened Equipment Wärmesocken Sidekicks: Link

  • Enlightened Equipment Wärmehose Torrid Apex: Link

Hat dir der beitrag gefallen?

Da dies mein erster Blogpost war würde ich mich sehr über Feedback freuen – war das hilfreich? Worüber würdest du gern als nächstes lesen? Oder was darf in deiner Packliste für den Winter auf keinen Fall fehlen? Ich freue mich über Kommentare, entweder unten oder per Mail:

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1 Gedanke zu „Wintercamping: Ausrüstung für die Kälte – meine Packliste“

  1. Liebe Julia
    mit grosser Freude habe ich deinen Blogeintrag gelesen und so meine Vorfreude auf mein erstes Abenteuer für das Übernachten in grosser Höhe gefüttert. Besonders gefallen haben mir deine Tips hinsichtlich Material – hier fällt es (mir) immer besonders schwer die guten Begleiter aus dem Meer an Equipment zu fischen.

    Viele Grüsse!!

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