Outdoor Survival Guide Schweiz
Julia

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RausZeit! Eine Übersicht zu 19 Outdoor-Survival Anbietern in der Schweiz

Du willst endlich mal wissen, welche Pflanzen eigentlich essbar sind? Wie du ohne Schlafsack in einer Notsituation draussen überleben kannst? Wie Feuer machen im Regen und ohne Feuerzeug geht? Dann solltest du weiterlesen – denn ich habe eine Liste mit 19 Outdoor und Survival Anbietern in der Schweiz zusammengestellt, die vom Schnuppertag für Anfänger bis zur Jahresausbildung für (angehende) Experten Kurse anbieten. Ergänzt wird das alles durch 6 Tipps aus meiner Erfahrung, worauf du bei der Auswahl achten solltest.

Inhalte

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Ein Feuer aus einem Funken zu machen braucht viel Feingefühl.

Schnuppern oder Survival-Schneidern?

Eh wir zur gesamten Liste weiter unten kommen, möchte ich ein paar Empfehlungen aussprechen zu Anbietern, mit denen ich Erfahrung habe oder die ich spannend finde. Wer sich zum ersten Mal mit der Thematik Outdoor und Survival auseinandersetzt, ist sicher mit einem Schnuppertag oder -wochenende wie denen von Oase Survival oder Swiss Survival Training gut bedient. Hier werden Fragen behandelt wie: «Was ist am wichtigsten: Essen? Schutz vor den Elementen? Wasser?» oder «Was mache ich, wenn ich mich verirre?» STOP ist übrigens die Antwort, aber was das genau bedeutet, lernst du dann in einem Kurs 😉 

Wenn du dagegen schon Erfahrung mitbringst und weisst, dass Outdoor dein Ding ist (und dich auch Zecken nicht schrecken), dann ist vielleicht eine Jahres-Ausbildung wie die bei Oase Survival etwas für dich. Oder aber du vertiefst dein Wissen in Spezialkursen wie z.B. Survival Schneidern der Survival Outdoor Schule SOS oder Bogenbau von NaturLeben

Anbieter in der Übersicht

Ganz ehrlich: Die Liste wurde viel länger als ich gedacht habe! Um dich hier nicht mit den ganzen Excel Tabellen zu erschlagen, findest du die Liste mit den Anbietern in der Schweiz, die mir bekannt sind, am Ende des Artikels. Darin enthalten sind aktuelle Preise, max. Teilnehmermenge (soweit bekannt) und Kursorte. Über diesen Button kannst du das Ganze auch als Pdf herunterladen, falls du es dir lokal abspeichern möchtest. Das empfehle ich vor allem jedem, der das gerade auf einem Handyscreen liest – denn Excel Tabellen auf dem Handy sind einfach nicht sexy… 

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Kochen über dem Feuer hat eine ganz eigene Magie

6 Tipps zur Anbieterwahl

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass sich die Anbieter stark unterscheiden. Wer denkt, dass er beim einen gelernt hat und drum bei einem anderen nichts mehr lernen kann, der liegt definitiv falsch 😉 Und nicht nur die Inhalte unterscheiden sich stark, sondern auch die Ausrichtungen der «Waldmeister». Im Folgenden ein paar Tipps, auf was es sich lohnt bei der Auswahl deiner Outdoor-Ausbildung zu achten. Das gilt übrigens vor allem, aber nicht nur für Jahresausbildungen.

1. Lehren oder Lernen?

Zuerst die Grundsatzfrage – möchtest du die Skills für dich lernen oder ist dein Ziel, anderen später die Inhalte vermitteln zu können? Wenn es um dein eigenes Wissen geht, kann ich dir aus eigener Erfahrung z.B. Oase Survival oder Swiss Survival Training empfehlen. Wenn du eher pädagogisch ausgerichtet bist, bist du bei Planoalto und NaturLeben gut bedient. Die anderen Anbieter kenne ich nicht persönlich, mach dir am besten auf ihrer Website selbst ein Bild.

2. Je mehr, desto besser? Gruppengrösse

Hier gibt es riesige Unterschiede. Zwischen 5 und 30 Teilnehmern werden je nach Anbieter unterrichtet – in letzterem Fall werden diese Gross-Gruppen in kleinere Untergruppen zerteilt. Wer lieber Kleingruppen hat, ist bei Oase Survival oder Swiss Survival Training gut aufgehoben. Dort werden maximal 10 Personen unterrichtet. Wenn dich grosse Gruppen nicht stören oder du das bevorzugst, dann kommen für dich Planoalto und NaturLeben in Frage. Die Gruppengrössen findest du übrigens auch in der Anbieter-Übersicht.

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Feuerbohren ist gar nicht mal so einfach...

3. Achtsamkeit oder Krisenszenario?

Bei den Outdoor-Ausbildungen gibt es verschiedene Strömungen. Einige kommen aus der sogenannten «Prepper-Szene», wo es eher um Notfall-Szenarien und Krisenfälle geht und entsprechend Skills im Handling solcher Survival-Situationen im Vordergrund stehen. Andere lassen sich eher im Bereich Achtsamkeit bis spirituelle Verbindungen mit der Welt verorten – viele bewegen sich dazwischen. Wer also auf harte Skills aus ist, wird wohl bei einem solchen Anbieter eher nicht glücklich, und wer eine Naturverbindung sucht, dem reicht vielleicht das simple Erlernen von Skills nicht aus. Ich persönlich habe die Jahresausbildung bei Oase Survival als perfekte Mischung aus beidem erlebt – Naturverbindung und Skills in Kombination.

4. Same same but different – Inhalte der Kurse

Paddeltraining oder Bogenbau? Die Inhalte der Jahres-Ausbildungen der einzelnen Anbieter unterscheiden sich zum Teil erheblich voneinander. Daher empfehle ich unbedingt verschiedene Angebote zu vergleichen und das Angebot auszuwählen, was die meisten eigenen Interessen abdeckt.

5. Wo ist das denn bitte?! Ausbildungsorte

Klingt nach einem No-Brainer, aber die Angebote der Outdoor-Schulen sind zum Teil in der ganzen Schweiz verstreut und nicht immer ist klar ersichtlich, wo die Module der Ausbildung dann stattfinden werden. Es lohnt sich in jedem Fall das vorher genau zu prüfen – wer für jeden Kurs erstmal 4 Stunden anreisen muss, hat vielleicht nach wenigen Monaten schon die Nase voll..!

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Wie Robinson Crusoe - anlegen an einem einsamen Strand

6. Lern deine Ausbildner kennen

Wenn du ein Jahr mit einem oder mehreren Ausbildnern verbringst, solltest du dich mit ihm oder ihr wohlfühlen. Klingt auch logisch, oder? Die meisten bieten Infoabende an, in denen du all deine Fragen stellen kannst und merkst, ob’s mit dem Lehrer oder der Lehrerin «giget». Ja, das menschlets, und das ist auch gut so!

Und wie geht’s weiter?

Wenn du das Angebot von Planoalto wählst, könntest du danach die eidgenössische Prüfung zur Wanderleiter/in machen. Ein weiterer Weg dorthin ist die Ausbildung über den Schweizer Bergführer-Verband. Das Gute daran ist – wenn du die Prüfung absolvierst, erhältst du 50% der Ausbildungs-Kosten erstattet – übrigens unabhängig davon ob du bestehst. Bei Planoalto wären dass also z.B. knapp CHF 7000! Schon eine Überlegung wert, oder? Mehr dazu erfährst du auch hier.

Ich hoffe dir hat meine Übersicht über Outdoor- und Survivalkurse in der Schweiz geholfen. Ich freue mich wenn du meine Arbeit weiterempfiehlst oder mir einen Kommentar hinterlässt zu weiteren Anbietern, die ich noch in meiner Liste ergänzen könnte!

Disclaimer: Dieser Beitrag wurde von keiner der genannten Anbieter gesponsert und basiert auf meinen eigenen Erfahrungen. Ich habe eine Jahresausbildung bei Oase Survival abgeschlossen und Einzelkurse bei Swiss Survival Training und NaturLeben besucht. Alle Bilder in diesem Beitrag wurden von mir erstellt.

Anhang – alle Ausbildungen im Tabellenformat

Hier findest du nun die kompletten Listen der Anbieter in der Schweiz. Bitte beachte, dass diese Listen keinen Anspruch auf Vollständigkeit haben, aber laufend ergänzt werden falls ich neue Angebote finde. Da Preise etc. immer wieder schwanken, wird keine Gewähr für die genannten Daten übernommen. Bitte prüfe jeweils individuell die Seiten der Anbieter selbst.

Jahresausbildungen

Im Folgenden sind alle Jahresausbildungen aufgelistet, die mir in der Schweiz bekannt sind. Die Gruppengrössen sind wie folgt gestaffelt:

Klein: < 10 Personen, Mittel: 11-20 Personen, Gross: > 20 Personen

Einzelkurse

Im Folgenden finden sich Einzelkurse für Einsteiger und Fortgeschrittene, die mir in der Schweiz bekannt sind.

Und hier hast du nochmal die Möglichkeit, dir das Ganze als Pdf herunterzuladen:

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