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Julia

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Die Garmin Fenix 7S Pro im Test: Lohnt sie sich? 8 Funktionen, auf die ich nicht mehr verzichten möchte (+ 2 hacks)

Scheisse. Ich atme tief ein. Den Trail sehe ich nicht mehr, der Nebel umarmt mich. Markierungen sind rar gesäht und neben meinen Füssen geht es steil runter. Wo geht’s jetzt weiter?

Das war nur eine der vielen Situationen, in der ich im letzten Jahr froh war, mein kleines „Schweizer Taschenmesser“ am Handgelenk zu haben: Die Garmin Fenix 7s Pro Saphhire Solar. Nun ist es Zeit für ein Fazit – mit meinen Top 8 der meistgenutzten Funktionalitäten plus zwei etwas versteckte Funktionen, die du definitiv kennen solltest!

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Funktional und schön - die Garmin Fenix 7s Pro Sapphire Solar begleitetmich nun schon fast ein Jahr. Vorher hatte ich lange die 6s in Gebrauch.

1. Da geht’s lang – Routing, Karten und Abzweigungs-Info

Los geht’s mit dem Offensichtlichen – den Sport-Funktionen. Wandern, Laufen, Trailrunning, Klettern/Bouldern (Indoor) und Skitouren sind meine meistgenutzten Aktivitäten. Bei allen, die draussen stattfinden, liebe ich eine Funktion: Das Routing. Sei es, dass ich auf Skitour plötzlich im Nebel die Route nicht mehr sehe, oder beim Trailrunning vor lauter Flow die Abzweigung verpasse – mein Handgelenk vibriert und ich werde freundlich daran erinnert, dass ich zu weit vom Kurs abgekommen bin. Und wo die nächste Abzweigung ist. Alles auf einer Karte am Handgelenk – mein Handy kann in der Tasche bleiben. 

Und das Coole (versteckte Funktion 1): Über Swisstopo kann ich meine gesteckte Route auch unterwegs direkt an meine Garmin Fenix 7s senden – zum Beispiel wenn ich die Route neu planen muss, weil ich plötzlich vor einem gesperrten Weg stehe. Dazu klicke ich in der Swisstopo Route einfach auf „Exportieren“ und wähle dann in der Liste der Apps «Garmin Connect» aus. Dort wähle ich die Aktivität, speichere sie und sende sie an die Uhr. Voila! Dafür hab ich die Uhr gewollt, und das macht sie hervorragend. Aber nicht nur das.

2. Get up and out – der Trainingsplan für heute

Garmin bietet zudem eine Vielzahl an Trainingsplänen – vordefiniert oder selbst zusammenstellbar – die auf individuelle Ziele ausgerichtet sind. Sei es laufen auf Zeit, nach Distanz oder Eigengewichts-Körper-Übungen – die Bibliothek ist gross. Ich habe mir für meine Lauftage selbst ein Training zusammengestellt, in dem ich nach Herzfrequenzbereichen laufe und so meine Nasenatmung trainiere. Jeden Tag sehe ich, welches Training ansteht und ob ich meine Aktivitäts-Wochenziele erreicht habe. Das motiviert mich, regelmässig aktiv zu sein.

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3. Better safe than sorry – Unfallbenachrichtigung und SOS Button

Eine Funktionalität habe ich erst entdeckt, als ich mich in der Tiefe mit dem Thema Sicherheit auf meiner dreiwöchigen Wanderung um’s Glarnerland beschäftigte. Garmin hat eine integrierte Unfallbenachrichtigung, bei der im Fall der Fälle hinterlegte, persönliche Notfallkontakte kontaktiert werden und meine genaue Position mitgesendet wird. Meine Uhr hat bereits 2x einen (vermeintlichen) Unfall erkannt: einmal war ich einem Elektrozaun zu Nahe gekommen, ein anderes Mal war ich etwas heftig von einem Fels herab gesprungen. Beide Male fing die Uhr an zu vibrieren und zeigte einen Countdown mit der Option, die Unfallmeldung manuell abzubrechen. Das gibt mir Vertrauen, dass im Fall eines wirklichen Unfalls dieser erkannt wird und meine Nächsten benachrichtigt werden. Wichtig: Diese Funktion ist nicht für alle Sportarten verfügbar (siehe Liste hier) und erfordert sowohl eine Verbindung von Uhr zu Handy wie auch eine Mobilfunkverbindung.

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Gerade in abgelegenen Regionen ohne Empfang ist die Garmin 7s Pro in Kombination mit dem inReach Messenger Gold wert.

Wer nun in abgelegenen Gegenden ohne Mobilfunk unterwegs ist, für den macht ein Garmin InReach Sinn. Es funktioniert via Satellit und ermöglicht so überall da Kommunikation, wo eine freie Sicht zum Himmel möglich ist. Hier kommt nun eine meist unbekannte Funktion (und damit Tipp Nr. 2) der Fenix 7s Pro zum Zuge: Die beiden „sprechen“ miteinander. Sind sie einmal gekoppelt, kann ein Satelliten-SOS auch über die Uhr ausgelöst werden. Ich denke dabei v.a. an Szenarien, bei der man das Handy oder das InReach selbst aufgrund einer Verletzung nicht oder nur sehr schmerzhaft erreichen kann oder einfach nicht in Griffnähe ist. Für mich ein absolutes Plus! Wie man das genau einrichtet, kann man hier nachlesen.

Kleine Uhr, grosse Funktionalität: 5 weitere Funktionen, die ich täglich nutze

Okay, das Sport-Thema ist klar. Aber die Uhr hat noch viel mehr zu bieten. Fünf Funktionen der Uhr nutze ich mehr oder weniger täglich – und alles beginnt mit dem Alarm (Funktion 1). Wer in der Hütte oder neben dem/der Partner:in schläft, weiss, dass nichts nerviger ist als vom Wecker des anderen aufzuwachen, wenn man ausschlafen könnte. Die Garmin Fenix 7s Pro weckt mich jeden Morgen mit einer stillen Vibration am Handgelenk – und damit wirklich nur mich. Ich lieb’s! Mein erster Blick geht dann auf den Morgenbericht (Funktion 2): Hier habe ich meinen Sleep Score im Blick (genug Schlaf ist wichtig!) und sehe Infos zu meiner Herzfrequenzvariabilität, meinem heutigen Training und dem Wetter. Die Ansicht kann individuell eingestellt werden.

In den Bergen ist der Schlaf nicht immer gut – das kann ich nun morgens Schwarz auf Weiss nachlesen…

Die Sonne am Handgelenk und den Sound im Ohr

Weiter geht’s mit einem kleinen Training – dabei kann meine Uhr bei gutem Wetter via Solarcharging (Funktion 3) ihre Batterien aufladen, während meine beim Laufen eher entladen werden. Damit ich trotzdem im Flow bleibe, kann ich auf meiner Uhr meine Musik via Wlan (Funktion 4) einmalig speichern und dann so oft ich möchte über Bluetooth hören – das Handy bleibt für meine Trainingssessions im Wald zuhause. Die Solarfunktion ist übrigens gerade auf langen Wanderungen hilfreich – auf meiner fünftägigen Tour vom Oberalppass durch die Greina-Ebene konnte ich den Unterschied deutlich sehen, denn meine Freundin war mit der Fenix 6s Pro unterwegs – ohne Solarfunktion.

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Bei voller Sonneneinstrahlung verlängert sich die Leistung der Uhr merklich.

Klein aber sinnvoll: Taschenlampe im Mini-Format

Wie oft liegt man fertig eingekuschelt im Dunklen im Schlafsack, um dann zu merken, dass man die Oropax vergessen hat? Oder muss nachts mal aufs WC? Für all diese Fälle ist die Mini-Lampe (Funktion 5), die die neue Fenix 7s Pro hat, einfach Gold wert. Während ich am Anfang noch dachte: Brauch ich das? Hab ich im letzten Jahr gemerkt: Ja! So oft kam sie schon zum Einsatz um nochmal schnell etwas nachzuschauen oder den Weg zu leuchten. Eine weitere Lieblingsfunktion, die ich nicht mehr missen möchte!

Fazit zur Garmin Fenix 7s Pro Sapphire Solar

Nachdem ich nun schon seit 2019 Garmin Fenix Uhren im Einsatz habe – alles fing 2019 mit der Garmin Fenix 6s Pro an – ist nun nach fast einem Jahr mit der Fenix 7s Pro mein Fazit klar: Das ist die beste Garmin die ich bisher hatte. Was gleich geblieben ist: dank Sapphire Glas übersteht sie weiter jeden Felskontakt unbeschadet und unterstützt mich bei all meinen sportlichen Abenteuern. Wer sich alle Details anschauen möchte zur Uhr, findet alle Infos auf der Garmin Seite:

Disclaimer: Dieser Beitrag wurde im Rahmen einer Kooperation mit Garmin Deutschland verfasst. Die Beschreibungen basieren auf meinen eigenen Erfahrungen.

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